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Der richtige Weg ins eigene Zuhause

Eigenkapital in der Baufinanzierung

15. April 2021 auf Magazin|Hegers Finanzen GmbH



Wer eine Immobilie finanzieren möchten, benötigt Eigenkapital. Aber wie viel sollte es sein? Gilt die goldene 20-Prozent-Regel? Und was sagt die Bank dazu? Fragen über Fragen.
Hegers Finanzen beantwortet die Wichtigsten – und hilft bei der Entscheidungsfindung.



So niedrig wie heute waren die Zinsen für Immobilienkredite noch nie. Das Angebot erscheint verlockend. Und viele potenzielle Hauskäufer sondieren den Markt genau. Das lässt die Preise steigen. Und je weiter die Immobilienpreise in die Höhe schießen, desto höher wird der Eigenkapitalbedarf der Käufer.

Auf dem Weg zum eigenen Zuhause, wartet so mancher Stolperstein. Hegers Finanzen weist Ihnen den rechten Pfad: Das wichtigste und alles bestimmende Thema ist das Eigenkapital. Wichtig ist, sich vorab eine genaue Übersicht Ihrer Finanzen zu verschaffen. Doch was zählt überhaupt alles zum Eigenkapital? Neben den Ersparnissen auf Ihren Konten und Ihrem Barvermögen gehören dazu auch Ihr Bauspar-Guthaben, Ihre Lebensversicherungen sowie Aktien, Investmentfonds und Wertpapiere. Immobilien und ein bereits bezahltes Baugrundstück fließen übrigens auch mit ein.

Rechnen Sie alles sorgsam zusammen. So kommen sie auf das verfügbare Eigenkapital. Aber: Sie sollten nicht Ihr gesamtes Eigenkapital einsetzen. Legen Sie sich, wenn möglich, eine Reserve für unvorhersehbare Ausgaben zurück. Reparaturen sind schließlich auch in Ihrem neuen Heim immer möglich


Zusammenfassung - Das gehört zum Eigenkapital:

  • Ersparnisse auf Konten
  • Barvermögen
  • Bausparguthaben (Ihr Eigenanteil, nicht die Darlehenssumme)
  • Lebensversicherungen
  • Aktien, Investmentfonds, Wertpapiere
  • Immobilien
  • Ein bereits bezahltes Baugrundstück

“ Unsere Empfehlung: Mindestens 20, besser 30 Prozent der Gesamtkosten sollten durch Eigenmittel abgedeckt werden."


Die goldene Eigenmittel-Regel

Verbraucherschützer, Finanzberater und Banken sind sich indes einig: Eine Immobilienfinanzierung mit Eigenkapital ist besser als eine ohne. Der Grund: Ohne die häufig geforderten Eigenmittelquoten verteuert sich ein Darlehen. In der Regelt gilt: Je weniger Eigenkapital, desto höher der Zinssatz.

Schließlich lässt der Kreditgeber sein Risiko in die Konditionen einfließen. Je mehr er Ihnen leiht, desto größer wird sein Risiko. Mehr Eigenkapital bietet ihm indes mehr Sicherheit. Sie profitieren im Gegenzug von niedrigeren Zinsen. Mindestens 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten Ihrer Immobilie sollten Sie selbst stellen, wenn möglich sogar mehr. Das reduziert die Gesamtkosten der Finanzierung.



Eigenkapital – wie viel reicht aus?

Aber wie viel Geld reicht am Ende aus, um eine solide Finanzierung auf die Beine zu stellen und wie wird das berechnet? Anhand eines simplen Rechenbeispiels zeigen wir Ihnen, was es zu beachten gilt. Ein Interessent möchte ein Haus kaufen und schaut sich die Details der Finanzierung an.


Das Szenario aus Sicht des Interessenten:
Der Kaufpreis des Objektes beträgt: 450.000 Euro
Den Renovierungsaufwand (inklusive Instandsetzung) schätzt er auf: 25.000 Euro
Die Erwerbsnebenkosten betragen: 45.000 Euro
So kommt er auf einen Gesamtaufwand von 520.000 Euro

Im Haushalt ist Eigenkapital vorhanden, en Detail: 120.000 Euro
Das macht einen Finanzierungsbedarf von: 400.000 Euro

Zwischenfazit
Aus Interessenten-Sicht erscheint diese Kalkulation erfolgsversprechend. Schließlich bringt er das nötige Eigenkapital mit.

Ändern wir einmal den Blickwinkel. Aus Sicht eines Bankberaters stellt sich der Fall anders dar:
Der Objektwert nach beauftragtem Bankgutachten liegt bei: 425.000 Euro
Der Anteil wertsteigernder Renovierungsmaßnahmen bei: 20.000 Euro
Das ergibt einen Objektwert von insgesamt: 445.000 Euro

Entscheidend für die Kalkulation der Finanzierbarkeit ist das Verhältnis der Darlehenssumme zum Objektwert. In unserem Beispiel finanziert die Bank 89,88 Prozent des Objektwertes. Zur Erreichung der 20-prozentigen Eigenkapitalquote fehlen also noch 44.000 Euro. Ein Eigenkapitaleinsatz von 164.000 Euro wäre wünschenswert.

Finanzierungsbedarf: 400000€
/Objektwert: 445000€
=Fremdkapitalquote: 89,88%

In dem konkreten Beispiel hängt die Finanzierbarkeit nun stark von der persönlichen Bonität des Kreditnehmers ab. In der Folge kommt es aber in jedem Fall zu höheren Darlehenskonditionen.

“Selbst wenn die Finanzierbarkeit aus Kundensicht Sinn ergibt, muss der Kreditgeber nicht gleicher Meinung sein. Der Blickwinkel ist unterschiedlich und entscheidet schlussendlich über die Kreditvergabe"




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Dieser Artkel stammt von:

Gerhard Hegers

Finanzberater

"Damit Sie möglichst viel Eigenkapital für den Immobilienkauf bilden können ist die richtige Vorgehensweise entscheidend."